Charité-Ärzte kämpfen um das Leben einer Familie
Auf der Intensivstation der berliner Charité kämpft derzeit eine dreiköpfige Familie aus Rostock mit Hilfe von Ärzten der berliner Charité einen Kampf gegen ein heimtückisches Gift, dass sie sich gestern beim Abendessen zugeführt hatte und sie nun das Leben kosten könnte.
Kasper B. hatte zusammen mit seinem Vater Lars und dessen Lebensgefährtin am gestrigen Tage in einem Wald in der Nähe von Kleinsaubernitz in Sachsen Pilze gesammelt, offenbar ohne die dafür notwendigen Kenntnisse zu verfügen. Das Ergebnis des anschliessenden Abendessens, bei dem die Familie die Pilze zu sich nahm, war eine lebensbedrohliche Pilzvergiftung. Durch die Verwechslung von Champignons mit den täuschend ähnlichen Knollenblätterpilzen zogen sich die drei ahnungslosen Pilzfreunde Vergiftungen zu, die zu schweren Leber- und Nierenschäden führten.
Da sie sich trotz schwerer Übelkeit und anschliessendem Erbrechen erst am nächsten Morgen in die naheliegende Klinik in Bautzen begaben, mussten sie mit einem Hubschrauber ins berliner Virchow-Krankenhaus geflogen werden, da sich ihr Zustand von Minute zu Minute dramatisch verschlechterte. Von da ging es dann in die Charité, die über ein hausinternes Lebertransplantationszentrum verfügt.
Denn nach Ansicht von Prof.Dr. Ulrich Frei, dem ärztlichen Direktor der Charité könnte es durchaus zu einer Transplantation kommen, da das Gift der Pilze das Lebergewebe der Patienten irreparabel schädigen könnte und sie sich schon jetzt in akuter Lebensgefahr befinden.
Aber erst in den kommenden 48 Stunden wird sich entscheiden, wie und ob der Kampf gegen den Tod der drei Vergiftungsopfer gewonnen werden kann. Der Knollenblätterpilz zählt zu den heimtückischsten und giftigsten Pilzen in Deutschland und forderte schon viele Todesopfer. www.charite.de
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